Creative Commons einfach erklärt – Teil 1 “Sinn und Zweck von Creative Commons”
Dieser Beitrag behandelt die “Creative Commons”-Lizenz und ist die ausführliche Zusammenfassung meines Vortrags beim 3ten Webmontag in Hannover. Er erstreckt sich von der Theorie, über die praktische Anwendung bis zu möglichen Gefahren. Wegen des Umfangs ist er in 4 Teile aufgeteilt.
Bei Technikwürze, dem Design- und Webstandardspodcast , gibt des den gesamten Vortrag mit anschließenden Fragen als Mitschnitt zum Anhören.
Bedeutung des Begriffs “Creative Commons”
„Creative Commons” heißt auf Deutsch soviel wie „Kreatives Gemeinschaftsgut”. Es ist zunächst der Name einer gemeinnützigen Gesellschaft, die sich zum Ziel gesetzt hat, kreative Werke auf eine einfache sowie schnelle Art und Weise auszutauschen.
Ursprung: Urheberrecht = Unternehmensrecht
Um zu verstehen, warum dieses Unterfangen notwendig war, muss man sich das Urheberrecht anschauen. Unser Urheberrecht von 1965 ist eigentlich ein Recht für große Unternehmen. Es sieht folgenden Regelfall vor:
Ein Interessent, z.B. ein Verlag, der Gedichtsband drucken will, wendet sich an eine Gesellschaft, die viele Gedichte in ihrem Archiv hat. Nun wird verhandelt und der Hausjurist entwirft einen ausführlichen Lizenz-Vertrag.

Heute (web2.0): Unternehmensrecht für Jedermann
Heute hat fast jeder im Internet täglich mit dem Urheberrecht zu tun. Z.B. möchten manche ihre Werke verbreiten, um für sich zu werben. Andere wiederum geben ihre Bilder frei, weil sie auch selbst gerne freie Bilder nutzen.
Also ist das Urheberrecht zu einem Recht für Jedermann geworden, zu einem „Volksrecht”. Doch sein Inhalt ist gleich geblieben. Es sieht bei einem Austausch von Werken immer noch Einzelverhandlungen, am besten mit einem Juristen, vor. Für einen schnellen Austausch hat das Urheberrecht kein Werkzeug „an Bord”. Daher ist es eine Kreativitätsbremse.
Creative Commons – Lizenz als Kreativitätsbeschleuniger
An der Stelle setzt die „Creative Commons” – Lizenz (mit vollem Namen „Creative Commons Public Licence”, kurz CCPL) an. Statt mit jedem Interessenten einzeln zu verhandeln, reicht es einmal eine Lizenz zu erstellen und sich dann zurückzulehnen. Der Interessent kann sich die Lizenz anschauen und weiß, was er darf und was nicht.

Und weil es eine Standardlizenz ist, braucht man keine Angst vor rechtlichen Fallstricken zu haben und benötigt keinen Rechtsanwalt. Jeder kann die Lizenz erstellen. Jeder kann sie nutzen. Schnell und ohne Zwischenpersonen.
Fazit
Der Sinn und Zweck von Creative Commons ist daher die Beschleunigung der kreativen Nutzung von Werken (Remix-Culture genannt).
Alle Beiträge zur Reihe “Creative Commons einfach erklärt”:
- Teil 1 “Sinn und Zweck von Creative Commons”
- Teil 2 “Wie funktioniert eine Creative Commons – Lizenz?”
- Teil 3 – “Eigene Creative Commons-Lizenz erstellen”
- Teil 4 – “Vorteile, Gefahren & weiterführende Links”
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Am 2. März 2008 um 21:41 Uhr
Danke, ist wirklich n guter beitrag
.
Am 3. Juli 2008 um 09:22 Uhr
Endlich mal jemand, der dieses “Feature” verständlich zu Papier bringen kann. Ich habe bisher nur komplizierte Erklärungen dazu gelesen. Diesen hier kann man auf jeden Fall weiterempfehlen. Mehr von sowas!
Am 22. August 2008 um 23:37 Uhr
@Angelika: Das sehe ich genauso..
Ich finde das Comic total toll. Schön, dass sich jemand noch solche Mühe gibt.
Am 13. Mai 2009 um 23:59 Uhr
Sehr gelungener Beitrag. Habe selbst einige Skripten unter cc-Lizenz auf meiner Website. Besonders die Passage über die Vorteile und Gefahren fand ich sehr interessant.
Am 10. August 2009 um 15:17 Uhr
Zu Beginn stellt sich auch die Frage, was denn überhaupt als geistiges Eigentum gilt, das geschützt werden muss. Wie sieht es z.B. mit einer Nachricht bei Twitter aus, die maximal 140 Zeichen lang sein darf? Kann man dort überhaupt von einem Werk sprechen oder macht die Kürze es zu einem nichtigen Allgemeingut?
Und zu guter Letzt: Was ist mit diesem Kommentar? Wer hat die Rechte daran
Am 10. August 2009 um 17:10 Uhr
@Markus Möller: Für Tweets und Kommentare gilt dasselbe: Wenn sie hinreichend individuell sind und eine gewisse Schöpfungshöhe erreichen, dann sind sie geschützt. Sprich, der durchschnittliche Tweet/Kommentar ist ungeschützt. Ist er dagegen in Versform verfasst oder besonders kreativ und blumig, dann kann er durchaus urheberrechtlich geschützt sein.
Verweise von anderen Blogs (Trackbacks)
Am 19. September 2007 um 19:56 Uhr
[...] sollte man sich diese einfach erklärte Schnellanleitung zu Gemüte führen. Alle Beiträge zur Reihe “Creative Commons einfach erklärt”: * Teil 1 “Sinn und Zweck von Creative Commons” * Teil 2 “Wie [...]
Am 20. September 2007 um 11:09 Uhr
[...] Teil 1 – “Sinn und Zweck von Creative Commons” [...]
Am 29. September 2007 um 15:02 Uhr
[...] Teil 1 – Sinn und Zweck von Creative Commons [...]
Am 30. September 2007 um 23:05 Uhr
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Am 11. Oktober 2007 um 15:27 Uhr
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Am 21. Oktober 2007 um 22:08 Uhr
[...] Posted by hauschke under Informationen Creative Commons einfach erklärt Teil 1, 2, 3 und [...]
Am 22. Oktober 2007 um 14:26 Uhr
[...] dem blog advisign gibt es eine wirklich gute Erklärung von creative commons für jedermann. Oktober 22, 2007 | [...]
Am 23. Oktober 2007 um 06:27 Uhr
[...] Link zu Teil eins [...]
Am 31. Oktober 2007 um 10:35 Uhr
[...] außer mir darf mit dem Foto außer gucken etwas machen”. Wenn ich das Foto aber unter die „Creative Commons“-Lizenz stelle, dann kann ich „All Rights reserved” nicht mehr schreiben. Warum? Weil [...]
Am 29. November 2007 um 17:27 Uhr
[...] (oder seiner Agentur) veröffentlichen. Ausnahme bilden hier so genannte freie Lizenzen, wie die “Creative Commons”-Lizenz. Hier sollte man aber insbesondere beachten, ob die kommerzielle Nutzung erlaubt [...]
Am 1. Februar 2008 um 13:19 Uhr
[...] Teil 1 – Sinn und Zweck von Creative Commons [...]
Am 19. März 2008 um 11:51 Uhr
[...] Creative Commons einfach erklärt auf Advisign.de Bookmarken bei: Ähnliche Artikel:Der Spiegel und die ErkenntnisAlison M. BradyEin Abend mit SND und AutechreHeute abendDer unverstandene Geldautomat [...]
Am 26. Oktober 2008 um 18:56 Uhr
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Am 8. November 2008 um 15:05 Uhr
[...] “Creative Commons einfach erklärt” – eine 4teilige Reihe hier auf Advisign [...]
Am 12. Februar 2009 um 08:43 Uhr
[...] Veröffentlichung ein Verlag, der einen ausführlichen Lizenz-Vertrag entwarf. So war das Urheberrecht in der Regel ein Unternehmensrecht. Im Unterschied dazu haben im Internet heute auch Privatpersonen täglich mit dem Urheberrecht [...]
Am 18. August 2009 um 00:12 Uhr
Creative Commons erklärt…
Eine sehr empfehlenswerte Einführung in die Lizenz Creative Commons von Rechtsanwalt Thomas Schwenke. Er erklärt anschaulich anhand von Beispielen, was Nicht-Kommerziell, Namensnennung, Keine Bearbeitung, Share-a-like in der Praxis bedeuten und dabei B…
Am 19. August 2009 um 21:23 Uhr
[...] auch die sogenannten Creative Commons. Neben dieser Wikipediea-Erklärung fand ich auch den Advisign – Recht und Webdesign Blog sehr hilfreich. Und hier ist noch der Link zur CC Deutschland Seite, und hier zur [...]
Am 23. August 2009 um 22:29 Uhr
[...] out there called the Creative Commons. Apart from this Wikipediea-explanation I also found the Advisign – Recht und Webdesign Blog (in German) very useful. And this is the link to the CC International [...]
Am 19. September 2009 um 23:47 Uhr
[...] Teil 1 “Sinn und Zweck von Creative Commons” [...]
Am 27. September 2009 um 02:08 Uhr
[...] Universität Konstanz Nutzung von CC-Lizenzen in wissenschaftlichen Dokumenten„Creative Commons einfach erklärt“, 4teilige Serie bei Advisigndreiteiliger Podcast von law-podcasting.de zum Thema “Creative Commons License” aus [...]
Am 14. November 2009 um 16:32 Uhr
[...] Creative Commons Lizenz: Sie erlaubt ausdrücklich die Verwendung unter bestimmten Bedingungen, ohne dass man um Erlaubnis [...]
Am 28. Januar 2010 um 02:43 Uhr
[...] Universität Konstanz Nutzung von CC-Lizenzen in wissenschaftlichen Dokumenten„Creative Commons einfach erklärt“, 4teilige Serie bei Advisigndreiteiliger Podcast von law-podcasting.de zum Thema “Creative Commons License” aus [...]