Creative Commons 3.0 Lizenzen veröffentlicht

27. Juli 2008 von Thomas Schwenke

 Creative Commons

Das beliebte Lizenzmodell wurde nun mit der deutschen Version 3.0 an die neuesten Rechtsentwicklungen angepasst. Eine ausführliche Liste aller Veränderungen gibt es bei Creative Commons Deutschland und im Podcast von Netzpolitik.org.

Was am meisten interessiert ist die Frage, ob man als Lizenzgeber oder Nutzer auf irgend etwas Neues achten muss. Die Antwort ist beruhigen und lautet “nein”, denn die neuen Lizenzen sind untereinander kompatibel. Sprich, wer sie bisher eingesetzt hat muss nichts neues dazu lernen.

Ein Unterschied kann vielleicht noch angemerkt werden. Bisher war es in Deutschland nicht möglich Rechte für unbekannte Nutzungsarten einzuräumen. D.h. wer 1980 z.B. alle Rechte an einem Bild gekauft hat, der durfte die Bilder nicht in dem 1980 unbekannten Medium Internet veröffentlichen. Nunmehr geht das und daher räumt Ihr mit den Creative Commons Lizenzen Rechte auch für unbekannte Nutzungsarten ein. Welche das sind, lässt sich schwer sagen, weil sie noch unbekannt sind. Aber z.B. ein noch zu erfindendes Streaming durch Gehirnwellen wäre davon erfasst.

Und ein Hinweis auf die Spendenaktion für Creative Commons Deutschland. Die nationalen Institute arbeiten nämlich finanziell unabhängig vom Creative Commons und sind daher auf unsere Spenden angewiesen. Und eine Spendenquittung gibt es auch.

Und für mich ist ein Anlass mich in kommenden Artikeln noch mehr den Creative Commons Lizenzen zu widmen und viele Fragen zu beantworten, die bei mir aufgelaufen sind. Bis die Tage also!

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Barcamp Auckland 2: Interview mit Veranstalter Ludwig Wendzich

15. Juli 2008 von Thomas Schwenke

Die größte Überraschung auf dem Barcamp Auckland 2 war mich für der Veranstalter selbst. Ludwig Wendzich ist ein begeisterter und nimmer müder Organisator, der mit seinen 17 Jahren eine erstaunliche Professionalität an den Tag gelegt hat.

Barcamp Auckland 2 - Ludwig und ich
Ludwig, ich

Im folgenden Interview könnt Ihr nachlesen wie er ganz alleine, ohne je zuvor auf einem Barcamp gewesen zu sein, ein Barcamp in der größten Stadt Neuseelands (1.5 Mio Einwohner von 4 insgesamt) auf die Beine gestellt hat. Ihr werdet erfahren wie die Webszene in Neuseeland aussieht und warum Ludwig plant seinen Wurzeln nach Deutschland zu folgen und gerne Kontakte zur deutschen Webszene hätte. Weiter über den Teich blicken geht nicht. ;) Viel Vergnügen beim Lesen.

Das Interview im englischen Original gibt es hier.

1. Kannst Du Dich mit 5 Tags beschreiben?

Künstler, Designer, Entwickler, Barcampveranstalter und Nachwuchsunternehmer.

2. Wie kamst Du auf die Idee ein Barcamp in Auckland zu veranstalten und wie lange hast Du von der Idee bis zur Umsetzung gebraucht?

Eine gewisse Erica O’Grady ist über mein Blog gestolpert und wir kamen in ein Gespräch, indem sie die ganze Zeit von einem Barcamp sprach, das sie besuchen wollte. Diese Idee lies mir keine Ruhe und ich wollte auch ein Barcamp besuchen. Ich habe versucht eines in Neuseeland aufzutreiben, fand aber keines! Anfang 2007 stellte ich dann die Seite barcamp.org ins Netz, aber bis ich dazu kam es zu veranstalten war es schon Ende 2007.

Am Ende waren Wellington und Christchurch doch schneller und so fanden die Barcamps dort vor meinem Barcamp am 15. Dezember statt. Ich denke, dass der größte Unterschied zu den dortigen Veranstaltern war, dass sie im Gegensatz zu mir in der Web Community involviert waren und eine Menge Leute kannten. Ich dagegen kannte zu diesem Zeitpunkt niemanden der in der Webentwicklung tätig war.

Barcamp Auckland 2
Creative Commons License photo credit: jamesmcglinn

3. Du bist nun 17 Jahre alt und warst 16, als Du das erste Barcamp Auckland veranstaltet hast. Das ist sehr beeindruckend und beachtenswert. Bist Du Problemen aufgrund Deines Alters begegnet? Zum Beispiel von Seiten der Sponsoren, die Deine Idee angezweifelt haben.

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Barcamp Auckland 2 – Interview with the organiser Ludwig Wendzich

15. Juli 2008 von Thomas Schwenke

The biggest surprise at Barcamp Auckland 2 was the organiser itself. With his 17 years  Ludwig Wendzich was a very enthusiastic and professional organiser.

Barcamp Auckland 2 - Ludwig und ich
Ludwig, me

This is the original Interview with him. The German translation can be found here. If you like to leave comment, please do it there.

1. Could you describe yourself with 5 Tags?

“Artist”, “Designer”, “Developer”, “Barcamp Organiser” and “fledgling entrepreneur”. These five things are definitely what I strive to be right now.

2. What gave you that idea to put on a Barcamp in Auckland and how long did you need from the idea to realization?

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Barcamp Auckland 2 – ein Rückblick

13. Juli 2008 von Thomas Schwenke

An diesem Wochenende habe ich am Barcamp Auckland 2 teilgenommen. Einiges war anders, vieles heimisch und überrascht war ich am Ende auch:

Zuerst war es das am aller weitesten von Deutschland entfernte Barcamp, an dem man teilnehmen kann (ca. 20.000 km). Dennoch fühlte ich mich sofort heimisch als ich eintraf. Checkin mit Barcamp-T-Shirt, Begrüßungsrede, Vorstellung mit 3 Tags und eine Tafel mit Sessions. Man könnte schon sagen, dass Barcamp ein bisschen uniform wie McDonalds ist. Wobei das hier positiv gemeint ist.

Anders als die Barcamps in Deutschland fand Barcamp Auckland nur an einem Tag von 8.30 bis ca. 17 Uhr statt. Angemeldet waren 140 Personen, von denen ca. 40 nicht erschienen sind, was eine No-Show-Rate von knapp 30% ausmachte. Also auch wie bei uns.

Die Besucher selbst hätten ebenfalls in Berlin oder Köln ohne aufzufallen herumlaufen können. Und das trifft sowohl auf den Kleidungsstil wie die MacBook-Dichte zu. ;) Es gab Webdesigner, IT-Entwickler, Podcaster, Leher und ah ja, einen Rechtsanwalt. Wenn ich aus meiner juristischen Warte urteilen darf, dann waren alle mit denen ich gesprochen habe, im Schnitt noch politischer und sozialer eingestellt als in Deutschland. So setzten sich viele für mehr und einfachen Datenschutz ein und ich wurde alleine von 2 Entwicklern gefragt, wie sie am beste das Copyright an Ihren Werken aufgeben können. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass in Neuseeland wegen der Abgeschiedenheit alle ein noch stärkeres soziales Verantwortungsgefühl haben.

Barcamp Auckland 2 - People
Creative Commons License photo credit: jamesmcglinn

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